23.07.2017

ahoj, sexy
diskurs minus eins

'das gefühl lässt mich nicht los.'
'welches gefühl?'
'unsterblichkeit.
und dann in den ruhigen momenten: sterblichkeit. wie ein softball beim völkerballspielen im sportunterricht (was für ein merkwürdiges wort, völkerball) so richtig in die fresse. dann zappel ich so herum und versuche meine gliedmaßen mittels verdrängung unter kontrolle zu bekommen, also wieder unsterblich zu werden für den rest meines lebens.'
'cool kids don't die?'
'cool kids don't die.'
'ist halt der kreislauf des lebens, ne? pflanzen sterben auch.'
'halt die fresse, du kapierst ja gar nichts. und ich sterb ja eh nicht.'
(hätte ich gerne gesagt, hab ich aber nicht.)

minus zwei
jetzt, wo du dich ganz und gar verpisst hast gibt es keine entschuldigung mehr. ich träume, da breche ich dir das genick. irgendwann im reallife werde ich dich mit schweigen strafen oder so tun als wär nichts (weil ich feige bin, wie immer) und es wird dich alles nicht interessieren, hat nie jemanden interessiert, ist schon okay, boy. verstümmel dich ruhig weiter.

minus drei 

ich so: grinsebacke. irgendwann ist das endorphin aufgebraucht. obwohl hier weiter grinsebackenmomente, sowieso, bloss grinsebackenmomente soweit das auge reicht (und das gefühl.)
who the fuck wants to die in paradise?

 

10.04.2017

du

deine gehirnströme laufen in besonderen bahnen. sie laufen nicht gegen den uhrzeigersinn und sie laufen nicht darin. sie laufen fokussiert und sie laufen ins nichts.
du faszinierst mich. wie du in deinen bildern denkst und dein gesicht ist ganz lebendig. wenn ich mir photos von dir ansehe dann tritt dein gesicht aus ihnen hinaus und bewegt sich. ich streiche darüber und denke mir, das ist zauberei, die oberfläche ist ja ganz glatt.

ich trau mich nicht zu fragen, was in deinem kopf ist, wenn du an uns denkst. ich habe angst, ich ahne, da ist nicht genug wir. ich weiß, da ist nicht genug wir. vielleicht kann ich nicht genug sein, vielleicht kann niemand genug sein in diesem moment, deine gehirnströme konzentrieren sich in anderen ecken deines kopfes.

es ist viel passiert und es ist wenig passiert. es ist genug passiert bis hierhin und ich habe angst. ich ahne, ich beschließe, meine gehirnströme laufen in einem sinn und sie fokussieren sich auf andere art und weise. ich habe so oft bauchschmerzen und das weißt du nicht, ich möchte dich nicht verjagen, ich möchte deine besonderheit behalten und ansehen, ich möchte sie so oft ansehen und ich ahne, in deinem kopf ist nicht genug wir und ich ahne es schon, bald

bald erzähle ich geschichten von dir und wie schön besonders du bist, und ich erzähle geschichten davon wie du manchmal da warst in dieser zeit und wie gut es war, dass du einfach da warst und wie sehr ich dich vermisse und wie schön es war, auf der oberfläche einer anderen welt zu schwimmen.


du, es wird sommer. gerade stürzen die temperaturen rapide ab, aber ich weiß, es wird sommer. und du hast mich ein wenig über den winter gebracht.

07.02.2017

ein jahr zuvor

mein lieblingsnachthemd habe ich in indien gelassen.

ein jahr zuvor saß ich in anderen räumen.
was ist passiert? ein resümee.

1 ich habe gelernt, lügen als wahrheiten zu akzeptieren, dabei nicht zu vergessen, dass es lügen sind.
2 ich habe gelernt, künstliche distanzen herzustellen und zu akzeptieren
3 ich füttere meinen kopf wieder, dennoch stehe ich still. aber ich kämpfe dagegen an, ja.
4 ich kann lieben.
5 ich kann mich lieben.
6 ich bin ein unabhängig agierendes individuum und zwischen den mauern bin ich frei.
7 wir bewegen uns in blasen.
8 diese zu verlassen lässt uns staunen.
9 die energie, welche täglich fließt, ist ungeheuerlich.
10 ihr habt mich gerettet. alle miteinander.

es ist schön hier, zwar ist es winterdeutschland und die graue wolkendecke lässt nicht einmal erahnen, ob es voll-oder halbmond ist, zwar peitscht der wind ins gesicht und gräbt unter die mäntel, aber es ist schön in euren gesichtern.
"ich freue mich auf den sommer", sagen wir alle zwei-drei tage.
daneben läuft das leben, mal tragisch, mal komisch mal innerhalb, mal außerhalb unseres kosmos.
"es ist gut, gerade." das sagt er zu mir.
"es ist gut, zu sehen, was ich alles habe." das sagt sie zu mir.
"du bist schön. ich habe dich gern." das ist das, was ihr versteht, was er zu mir sagt.

und dir, alles gute zum geburtstag. wer würde es denn glauben, würde es uns der kalender nicht sagen, es ist schon ein jahr her.