16.11.2016

jetzt sind wir eben nunmal hier



ihr erschüttert mich und das auf diese ganzen unterschiedlichen arten und weisen.
ich benutze wohl zu viele adjektive in meinem kopf, das ist ja eigentlich ein gutes zeichen.
ihr verlasst mich und jetzt sitze ich hier, wieder einmal, und sage dir, dass alles gar nicht so schlimm sei, man gewöhne sich eben daran, den ganzen ablauf kenne man ja und jetzt alles wieder von vorn und danach alles wieder von anfang und ich schreibe dir briefe und ihr seid totenstill.

endlich kann ich rauchen und ich rauche. endlich kann ich feiern, und ich feiere ohne sinn und verstand, zuhause ist ja auch nicht gut, da warten die gedanken und sie und er und ihr, und nachhaltig erschüttert ihr mich mehr als im moment und im moment würde ich gerne mehr vulgärsprache verwenden, aber meistens, nein, eigentlich immer verschlagt ihr mir die sprache, ich habe bauchweh. ich weiß ja nicht, wie viel ihr versteht.

ich muss die augen jetzt wieder aufreißen, denn es steht ja alles auf anfang und du bist mal wieder fort. ich muss suchen. ich suche, finde und lasse ab. ich bin still und ich lüge und es fliegt auf und ich klaue den steppenwolf und schäme mich danach. ich mache mein lieblingslied an und ihr trampelt darauf herum, zu emotional das alles, na dann lass einfach weiter schlager spielen und ich sitz am fenster und rauche beleidigt. ich lese den steppenwolf und merke, dass ich das buch schon einmal angefangen habe, also noch einmal auf anfang, alles auf anfang und die vergangenheit wie immer schön glatt bügeln und verstecken, das macht man so.

morgen kommt einfach kein tag, dann lebt es sich leicht heute. und deine freundin lebt in mönchengladbach und ich lalle in schlagermusik hinein und meine augen sind weiterhin aufgerissen, wir werden müde, wir gehen.
ihr seid glücklich und dann weint ihr und das endet nie und ich sehe euch dabei zu während ich versuche, mich glatt zu bügeln.